Frau recherchiert am Laptop, was die Beitragsfreistellung bei der BU bedeutet und wie sie sich von der Beitragspause unterscheidet.

Berufsunfähigkeitsversicherung beitragsfrei stellen oder Beitragspause nutzen?

Was Beitragsfreistellung bei der BU bedeutet und wie sie sich von der Beitragspause unterscheidet

BU beitragsfrei stellen

Lesedauer ca. 5 Minuten

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Berufsunfähigkeitsversicherung

Das Wichtigste zur Beitragsfreistellung in der Berufsunfähigkeitsversicherung zusammengefasst

  • Bedeutung
    Eine BU-Beitragsfreistellung – auch Beitrags-Stopp genannt – kommt meist dann infrage, wenn die Beiträge aufgrund dauerhafter finanzieller Engpässe nicht mehr gezahlt werden können. Die laufenden Beitragszahlungen werden eingestellt, der Vertrag bleibt jedoch bestehen. Die Berufsunfähigkeitsrente wird anschließend neu berechnet und fällt in der Regel deutlich niedriger aus. Ist die verbleibende Rente zu gering, wird der Vertrag beendet.
  • Die Beitragspause der Alte Leipziger
    Die Alte Leipziger ermöglicht eine Beitragspause von bis zu 24 Monaten – ohne neue Risikoprüfung und ohne Nachweis eines besonderen Anlasses. Versicherte wählen zu Beginn der Beitragspause, ob sie nach der Pause den bisherigen Beitrag weiterzahlen oder die bisherigen Garantieleistungen (BU-Rente) ab Beginn der Beitragspause erhalten möchten.
  • Unterschiede
    Bei der Beitragspause werden die Beitragszahlungen für einen festgelegten Zeitraum ausgesetzt. Danach kann entweder der bisherige Beitrag weitergezahlt werden, wodurch die BU-Rente dauerhaft etwas niedriger ausfällt, oder die bisherige Leistung bleibt erhalten und der Beitrag steigt leicht. Anders als bei einer Beitragsfreistellung ist es möglich den Versicherungsschutz während der Beitragspause vollständig zu erhalten.
  • Wiederaufnahme
    Die Beitragsfreistellung ist in der Regel dauerhaft. Innerhalb von 12 Monaten nach Beitragsfreistellung kann der BU-Schutz ohne erneute Risikoprüfung wiederhergestellt werden. Eine spätere Rückkehr zum ursprünglichen Versicherungsschutz ist nur nach erneuter Risikoprüfung oder einer erneuten Vertragsprüfung möglich. Eine Beitragspause endet dagegen automatisch nach der vereinbarten Dauer.

Was bedeutet Beitragsfreistellung bei der Berufsunfähigkeitsversicherung?

Finanzielle Engpässe können jeden treffen: Elternzeit, Kurzarbeit, ein Sabbatical oder die Pflege eines Angehörigen. Dann stellt sich schnell die Frage: Ist es sinnvoll, die Berufsunfähigkeitsversicherung beitragsfrei zu stellen?

Bei einer Beitragsfreistellung – bei der Alte Leipziger auch als Beitrags-Stopp bezeichnet – werden die laufenden Beitragszahlungen dauerhaft eingestellt. Falls eine beitragsfreie Rente berechnet werden kann, bleibt der Vertrag zwar bestehen, die garantierten Leistungen werden jedoch neu berechnet. Das kann dazu führen, dass die spätere Berufsunfähigkeitsrente deutlich niedriger ausfällt als ursprünglich vereinbart. Je früher die Beitragsfreistellung erfolgt, desto stärker können die Auswirkungen auf die Rentenhöhe sein.

Beispiel: Wie sich eine Beitragsfreistellung auf die BU-Rente auswirken kann

Wer mit 30 Jahren als kaufmännischer Angestellter und Nichtraucher eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente von 2.000 € vereinbart und den Vertrag rund fünf Jahre später beitragsfrei stellt, erhält im BU-Leistungsfall nur noch eine deutlich reduzierte Rente. Statt der ursprünglich vereinbarten 2.000 € liegt die garantierte beitragsfreie BU-Rente dann bei 73,40 € monatlich. Der Grund: Bei einer Beitragsfreistellung wird der Vertrag in eine beitragsfreie Versicherung mit herabgesetzten Leistungen umgewandelt. Erfolgt dieser Schritt früh in der Vertragslaufzeit, fällt die beitragsfreie Leistung entsprechend gering aus.
 

Konsequenzen der klassischen BU-Beitragsfreistellung

Bei einer Beitragsfreistellung in der Berufsunfähigkeitsversicherung wirken folgende Mechanismen zusammen:

  • Die Rentenhöhe sinkt drastisch: Zu Beginn der Beitragsfreistellung werden die Leistungen neu berechnet. Je früher die Beitragszahlungen eingestellt werden, desto stärker kann sich dies auf die Höhe der garantierten Rente auswirken. Unter Umständen kann keine neue garantierte Rente ausgewiesen werden oder diese fällt entsprechend niedrig aus.

  • Die beitragsfreie Leistung wird neu berechnet: Bei einer Beitragsfreistellung wird die Versicherung in eine beitragsfreie Versicherung mit herabgesetzten Leistungen umgewandelt.

  • Die Wiederaufnahme erfordert eine neue Risikoprüfung: Wer nach einer Beitragsfreistellung den ursprünglichen Versicherungsschutz wiederherstellen möchte, muss nach Ablauf von 12 Monaten eine erneute Risikoprüfung durchlaufen. Je nach Gesundheitszustand kann dies zu Einschränkungen, ggf. höheren Beiträgen oder im ungünstigsten Fall zu einer Ablehnung führen.

Beitragsfreistellung vs. Beitragspause bei der BU – was ist der Unterschied?

Die BU-Beitragsfreistellung und die Beitragspause klingen ähnlich, sind aber grundverschieden. Wer beide Optionen verwechselt, riskiert dauerhaften Schutzverlust. Die folgende Gegenüberstellung zeigt, worauf es ankommt:

 

Merkmal Klassische Beitragsfreistellung
(Beitrags-Stopp)
Beitragspause (Alte Leipziger)
Beitragszahlungen dauerhaft eingestellt bis zu 24 Monate ausgesetzt
Versicherungsschutz/ Berufsunfähigkeitsrente im Leistungsfall stark reduziert

Wahlmöglichkeit:

  • moderat reduzierte Garantieleistung ab Beginn der Pause oder
  • moderat höhere Beiträge nach Ende der Pause
Beitragsdynamik entfällt dauerhaft entfällt bis zum Ende der Beitragspause 
Wiederaufnahme innerhalb von 12 Monaten ab Beitragsfreistellung ohne erneute Risikoprüfung beim erfüllen der Voraussetzungen automatisch, ohne Prüfung

Berufsunfähigkeitsversicherung pausieren: Die Beitragspause der Alte Leipziger

Mit der Beitragspause bietet die Alte Leipziger die Möglichkeit, die Beitragszahlungen für eine begrenzte Zeit auszusetzen, ohne den Versicherungsschutz zu verlieren. Die Option kann ohne Nachweis eines besonderen Anlasses genutzt werden. Im Fall einer Beitragspause bleibt der Berufsunfähigkeitsschutz grundsätzlich bestehen. Versicherte können zu Beginn wählen, ob die bisherigen Garantieleistungen ab Beginn der Pause erhalten bleiben oder der bisherige Beitrag nach der Pause unverändert fortgeführt werden soll.

Die Beitragspause der Alte Leipziger im Überblick:

  • Dauer: Beitragspause für bis zu 24 Monate am Stück – maximal 48 Monate gesamt je Vertrag
  • Verlängerung / Verkürzung: einmalige Verlängerung auf bis zu 24 Monate sowie vorzeitige Beendigung möglich
  • Versicherungsschutz: je nach gewählter Variante unverändert oder reduziert
  • Berufsunfähigkeitsrente im Leistungsfall: je nach gewählter Variante unverändert oder reduziert
  • Voraussetzung: Vertrag muss 12 Monate mit normalen Beiträgen laufen
  • Mögliche Anlässe: kein besonderes Ereignis erforderlich (keine Nachweispflicht notwendig) z. B. Elternzeit, Sabbatical, Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, Pflege von Angehörigen
  • Wiederaufnahme: automatisch – ohne erneute Risikoprüfung
  • Stornogebühr: keine
  • Gültigkeit: für Neuverträge ab 01.01.2022

Während der Beitragspause werden keine Beiträge fällig, der Versicherungsschutz bleibt dennoch bestehen. Zu Beginn der Beitragspause entscheiden Versicherte, ob sie nach der Pause den bisherigen Beitrag weiterzahlen oder die bisherigen garantierte BU-Rente ab Beginn der Beitragspause beibehalten möchten.

Die vereinbarte Beitragsdynamik wird ebenfalls während der Beitragspause ausgesetzt. Nach Ablauf der Beitragspause wird die Beitragszahlung automatisch wiederaufgenommen, die Beitragsdynamik setzt wieder ein – ein aktives Handeln Ihrerseits ist dafür nicht erforderlich. Auf Wunsch kann die Pause auch vorzeitig beendet werden.

Insgesamt können pro Vertrag bis zu 48 Monate Beitragspause genutzt werden, aufgeteilt auf mehrere Phasen von jeweils bis zu 24 Monaten. Zwischen zwei Phasen müssen jeweils 48 Monate Beitragszahlung liegen. Für die Beantragung genügt eine formlose Mitteilung an die Alte Leipziger. Die Beitragspause ist nicht ereignisgebunden. Nachweise sind nicht erforderlich.

 

Nach der Beitragspause erfolgt die Wiederaufnahme der Beitragszahlung automatisch. Gewählt wird dabei zwischen zwei Optionen:

  • Option A – gleiche Beitragszahlungen (Gesamtbeitrag):
    Der bisherige Beitrag wird nach der Beitragspause unverändert weitergezahlt. Dafür verringert sich die Berufsunfähigkeitsrente ab Beginn der Beitragspause. Beispiel: Die monatliche BU-Rente von 1.500 € verringert sich ab Beginn der Beitragspause auf 1.453,27 €.

  • Option B – gleiche Rentenhöhe (Garantieleistung):
    Die Höhe der vereinbarten Berufsunfähigkeitsrente ändert sich nicht. Dafür steigt der Gesamtbeitrag nach der Beitragspause leicht an. Beispiel: Bei einer vereinbarten BU-Rente von 1.500 € erhöht sich der monatliche Nettobeitrag nach einer 12-monatigen Beitragspause voraussichtlich von 47,29 € auf 48,81 €. 
BV10, 25-jähriger Kunde (bei Abschluss 20-jähriger BWL-Student), mtl. BU-Rente 1.500 €, Schlussalter 67, Berufsgruppe A1, 12 Monate Beitragspause nach dem 5. Versicherungsjahr für eine Weltreise nach dem Masterabschluss

 

Mit der Beitragspause der Alte Leipziger können Sie die Beitragszahlung flexibel gestalten, ohne dass Sie dafür einen Neuabschluss oder eine neue Risikoprüfung in Kauf nehmen müssen. Je länger die Restlaufzeit des Vertrags, desto geringer sind die Auswirkungen der Pause auf Ihren Versicherungsschutz. Zum Vergleich: Bei der klassischen Beitragsfreistellung fällt die Rentenhöhe dauerhaft auf einen Bruchteil der ursprünglich vereinbarten Rente. Bei einer Beitragspause erfolgen mögliche Anpassungen bereits ab Beginn der Pause und ergeben sich aus der vorübergehenden Unterbrechung der Beitragszahlungen..

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Welche Alternativen gibt es zur Beitragsfreistellung?

Wer die Berufsunfähigkeitsversicherung beitragsfrei stellen möchte, sollte alle Optionen prüfen. Es gibt mehrere Alternativen, die Ihren Versicherungsschutz deutlich besser erhalten:

 

Option Versicherungsschutz Nachzahlung nötig? Geeignet für
Beitragspause je nach gewählter Variante unverändert oder reduziert nein bis zu 24 Monate Auszeit
Beitragsstundung voller Versicherungsschutz ja, Nachzahlung nötig kurze Engpässe mit absehbarem Ende
Beitragsfreistellung (Beitrags-Stopp) stark reduziert auf die beitragsfreie Leistung nein als letzte Option, falls keine weitere Beitragszahlung zu erwarten ist

 

Vor einer Beitragsfreistellung lohnt sich ein Blick auf die verfügbaren Alternativen. Während gestundete Beiträge später vollständig nachgezahlt werden müssen, bietet die Beitragspause eine vorübergehende Entlastung ohne spätere Nachzahlung. Gerade bei finanziellen Engpässen kann dies für viele Versicherte die praktikablere Lösung sein.

BU kündigen oder beitragsfrei stellen?

Eine der häufigsten Fragen bei finanziellen Engpässen: BU kündigen oder beitragsfrei stellen? Die Antwort ist in fast allen Fällen: weder noch.

Eine Kündigung bedeutet den sofortigen und dauerhaften Verlust des Versicherungsschutzes. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Altersrente hat in der Regel keinen Rückkaufswert. Eine Kündigung bringt also keine Rückzahlung der geleisteten Beiträge. Für einen neuen Vertrag ist ein Neuabschluss mit erneuter Gesundheitsprüfung notwendig. Zu einem späteren Zeitpunkt  Die Ursachen für Berufsunfähigkeit zeigen: Das Risiko wird systematisch unterschätzt. Ohne BU-Schutz bleibt im schlimmsten Fall nur die gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Diese ist in der Regel deutlich geringer ist als das bisherige Einkommen.

Die klassische Beitragsfreistellung stellt gegenüber einer Kündigung zwar die vorteilhaftere Alternative dar, lässt die Rentenhöhe aber dauerhaft einbrechen. Die kluge Wahl für Versicherte der Alte Leipziger ist die Beitragspause: Voller Versicherungsschutz, keine Kündigung des Vertrags, automatische Wiederaufnahme der Beitragszahlung nach der Pause.
 

Fazit: Berufsunfähigkeitsversicherung beitragsfrei stellen oder pausieren?

Wer seine Berufsunfähigkeitsversicherung beitragsfrei stellen möchte, sollte die Konsequenzen kennen. Die Beitragsfreistellung reduziert die vereinbarte Rente dauerhaft und erheblich. Die Wiederaufnahme des vollen Schutzes ist ohne neue Gesundheitsprüfung in den vielen Fällen nicht möglich.

Vor einer endgültigen Entscheidung lohnt sich ein Blick auf die Alternativen: Beitragsstundung, Beitragsreduzierung oder — sofern der Tarif es vorsieht — eine echte Beitragspause. Letztere ermöglicht eine zeitlich begrenzte Entlastung bei den Beiträgen, ohne spätere Nachzahlung der ausgesetzten Beiträge. Je nach Variante bleibt entweder die Garantieleistung oder der Gesamtbeitrag unverändert.

Für Versicherte der Alte Leipziger steht mit der Beitragspause eine Lösung zur Verfügung, die am Markt in dieser Form einzigartig ist. Wer unsicher ist, sollte das Gespräch mit dem Berater oder direkt mit der Versicherung suchen.
 

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Häufig gestellte Fragen zur Beitragsfreistellung in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine Beitragsfreistellung gilt in der Regel dauerhaft bis zum Vertragsende. Beitragszahlungen werden dauerhaft eingestellt und die Rentenhöhe sinkt auf die beitragsfreie Rente. Die Beitragspause bietet stattdessen eine temporäre Option, die Beiträge auszusetzen: bis zu 24 Monate am Stück, ohne dass Sie Ihren Versicherungsschutz verlieren. Nach der Beitragspause erfolgt die Wiederaufnahme der Beitragszahlung automatisch – ohne neue Gesundheitsprüfung.

Bei einer Beitragsfreistellung wird die BU in eine beitragsfreie Versicherung mit herabgesetzten Leistungen umgewandelt. Die garantierte BU-Rente fällt dadurch meist deutlich niedriger aus als ursprünglich vereinbart. Ein Rechenbeispiel macht den Effekt deutlich: Aus 2.000 € garantierter monatlicher BU-Rente werden bei einem 30-jährigen kaufmännischen Angestellten und Nichtraucher nach rund fünf Jahren Beitragszahlung nur noch 73,40 € garantierte beitragsfreie BU-Rente pro Monat. Bei einer Beitragspause sind die Auswirkungen in der Regel geringer: Je nach gewählter Variante bleibt die garantierte Leistung erhalten und der Beitrag steigt, oder der Beitrag bleibt gleich und die BU-Rente wird angepasst.

Eine beitragsfrei gestellte BU kann unter bestimmten Voraussetzungen wieder aktiviert werden. Bei der Alte Leipziger kann der ursprüngliche BU-Schutz innerhalb von 12 Monaten nach einem Beitrags-Stopp ohne erneute Risikoprüfung wiederhergestellt werden. Wer den Schutz später wieder erhöhen oder neu absichern möchte, sollte die Möglichkeiten individuell prüfen lassen. Eine Beitragspause ist davon zu unterscheiden: Sie endet automatisch nach der vereinbarten Dauer, ohne dass eine neue Risikoprüfung nötig ist.

Die Beitragspause der Alte Leipziger ist nicht an ein bestimmtes Ereignis gebunden. Sie kann zum Beispiel bei Elternzeit, Sabbatical, Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit oder der Pflege von Angehörigen genutzt werden – ein Nachweis für den Anlass ist nicht erforderlich. Voraussetzung ist unter anderem, dass die Beiträge für die ersten 12 Monate vollständig gezahlt wurden. Außerdem muss nach der Beitragspause noch eine ausreichende Beitragszahlungsdauer verbleiben.

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