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Berufsunfähigkeitsversicherung und psychische Vorerkrankungen

Psychische Erkrankungen sind die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit.

Das Wichtigste zum Einfluss von psychischen Vorerkrankungen auf die BU auf einen Blick

  • Ursachen: Psychische Erkrankungen sind die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit.
  • Vorerkrankungen: Ob Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung trotz psychischer Vorerkrankung abschließen können, wird individuell geprüft. Bei der Alte Leipziger gibt es einen Abfragezeitraum von fünf Jahren.
  • Psychotherapie: Während einer laufenden Psychotherapie ist in der Regel kein Abschluss möglich. Bei der Alte Leipziger können Sie jedoch nach einer Psychotherapie eine BU abschließen, sofern die Therapie erfolgreich abgeschlossen wurde. Es wird eine individuelle Prüfung durchgeführt.

Psychische Erkrankungen als häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit

Die meisten Menschen werden heute aufgrund einer psychischen Erkrankung berufsunfähig. Danach folgen Krebserkrankungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates sowie Herz- und Gefäßerkrankungen als weitere Ursachen einer Berufsunfähigkeit. Steigender Leistungsdruck und Stress im privaten Umfeld lassen die Zahlen psychischer Erkrankungen nach oben schnellen – Tendenz steigend. Bundesweit ist mittlerweile jährlich mehr als jeder Vierte von einer psychischen Erkrankung betroffen. Sogar die Hälfte der Krankheitstage sind darauf zurückzuführen.


Ursachen Berufunsfähigkeit

Quelle: Alte Leipziger Leben Gesamtbestand 01.2010 bis 12.2022 


Welche psychischen Erkrankungen können zur Berufsunfähigkeit führen?

Es gibt eine Vielzahl an psychischen Erkrankungen und Symptomen, die potenziell zur Berufsunfähigkeit führen können, darunter Depressionen, Angststörungen, Burnout-Syndrom und Schizophrenie.

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Depressionen und depressive Reaktionen
Depressionen und depressive Reaktionen auf schwere Belastungen können zu erheblichen Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit führen, oft gekennzeichnet durch Antriebslosigkeit, Konzentrationsprobleme und allgemeine Erschöpfung.
Burnout tritt als Symptomkomplex im Rahmen einer Depression auf. Besonders betroffen sind Personengruppen in Berufen mit hohem Stressfaktor. Erschöpfungszustände und Motivationsverlust sind typische Symptome, die die Arbeitsfähigkeit von Betroffenen beeinflussen.
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Angststörungen
Angststörungen darunter Panikattacken und Angstzustände, können die berufliche Leistungsfähigkeit von Betroffenen stark beeinträchtigen.
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Schizophrenie
Schizophrenie mit Symptomen wie Wahnvorstellungen und Halluzinationen kann es Betroffenen unmöglich machen, ihrem Beruf weiter nachzugehen.

Fragen zur Psyche als Teil der Gesundheitsprüfung der BU

Die psychische Gesundheit ist genau wie die physische Gesundheit ein wichtiger Teilbereich der Gesundheitsprüfung im Antragsprozess der Berufsunfähigkeitsversicherung. Fragen zur Psyche können sich auf vergangene und aktuelle psychische Erkrankungen sowie Psychotherapien beziehen. Versicherer nutzen die Antworten auf die Gesundheitsfragen der Berufsunfähigkeitsversicherung, um das Risiko einer Berufsunfähigkeit des Antragstellers einzuschätzen. Dabei wird jeder Antrag individuell geprüft. Denn nur eine genaue Betrachtung der Gesundheitshistorie und der aktuellen Situation des Antragstellers ermöglicht es Versicherern, ein angemessenes Risikoprofil zu erstellen und trotz psychischer Vorerkrankung ein faire BU anzubieten. Dafür kann bei der Alte Leipziger eine Risikovoranfrage unter Angabe des Geburtsdatums sowie des Berufes gestellt werden. Eine Risikovoranfrage ist keine Antragstellung, sondern eine Möglichkeit, um aufgrund bestehender Vorerkrankungen in Erfahrung zu bringen, ob eine BU zu annehmbaren Bedingungen abschließbar ist. Oftmals bieten Versicherer dafür digitale Tools zur schnellen Auswertung an. Bei einer Risikovoranfrage werden grundsätzlich keine ärztlichen Untersuchungen angefordert.


  • Gut zu wissen:
    Wurde bei Ihnen in der Vergangenheit eine psychische Vorerkrankung diagnostiziert und Sie möchten eine Berufsunfähigkeitsversicherung bei der Alte Leipziger abschließen, sind psychische Erkrankungen in den letzten fünf Jahren relevant.

Psychische Vorerkrankungen nicht verschweigen

„Bestehen oder bestanden in den letzten fünf Jahren Krankheiten der Psyche?“ Lassen Sie sich von dieser Frage im Rahmen der Gesundheitsprüfung der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht abschrecken. Eine psychische Vorerkrankung führt in der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht automatisch zur Ablehnung Ihres Antrags durch den Versicherer. Jeder Antrag wird individuell geprüft. Dabei wird der aktuelle Gesundheitszustand, die Art der Vorerkrankung, der Zeitpunkt und die Dauer der Behandlung sowie der Zeitraum seit der letzten Behandlung berücksichtigt.


  • Wichtig:
    Beantworten Sie die Gesundheitsfragen bei der Antragstellung wahrheitsgemäß und so umfassend wie möglich. Ansonsten kann das schwerwiegende Folgen für Sie haben, insbesondere wenn Sie später einen Anspruch geltend machen möchten. Sollten Unstimmigkeiten zwischen den Angaben bei der Antragstellung und dem tatsächlichen Gesundheitszustand festgestellt werden, kann dies zur Anfechtung des Vertrags oder zur Ablehnung von Leistungen führen. Der Versicherer kann bei unwahren oder unvollständigen Angaben je nach Verschulden auch vom Vertrag zurücktreten oder ihn kündigen. Auch wenn die Beantwortung der Gesundheitsfragen möglicherweise Sorgen hinsichtlich der Annahme Ihres Antrags oder der Beitragshöhe auslöst, ist Transparenz immer der beste Weg zu einer BU.

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Welche psychischen Erkrankungen muss ich bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung angeben?

Grundsätzlich gilt: Im Zweifel besser mehr Informationen geben, als zu riskieren, dass wesentliche Details fehlen. Sonst gefährden Sie Ihren Schutz im Fall einer eingetretenen Berufsunfähigkeit. In jedem Fall bei der BU angeben sollten Sie alle psychischen Erkrankungen und Symptome, sofern sie in den letzten fünf Jahren aufgetreten sind. Neben psychischen Erkrankungen müssen Sie im Antrag zur BU auch Psychotherapien, stationäre Behandlungen, die Einnahme von Psychopharmaka sowie Suizidversuche angeben.

Welche Rolle spielt eine Psychotherapie für den Abschluss einer BU?

Psychische Erkrankungen sind kein Zeichen von Schwäche und alltäglicher, als wir denken. Das Gute: In der Regel können sie meist wirksam behandelt werden. Mit der Entscheidung, eine Psychotherapie in Anspruch zu nehmen, machen Sie einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung.

Versicherer haben mittlerweile ein differenzierteres Verständnis für die Gründe einer psychotherapeutischen Behandlung. Denn Psychotherapie ist nicht gleich Psychotherapie. Eine Therapie aufgrund einer belastenden Erfahrung wie z.B. einem Trauerfall oder einer Trennung wird anders bewertet als eine Behandlung aufgrund einer tiefsitzenden Depression. Es gibt dabei unterschiedliche Faktoren, die in die Risikobewertung der Berufsunfähigkeitsversicherung einfließen, wenn Sie eine laufende, geplante oder abgeschlossene Therapie im Antrag angeben.


Keine Berufsunfähigkeitsversicherung nach Psychotherapie?

Viele Menschen gehen davon aus, dass sie nach einer Psychotherapie keine Berufsunfähigkeitsversicherung mehr abschließen können. Es gibt jedoch eine Verjährung. Gilt die Therapie als erfolgreich beendet und liegt lange genug zurück, kann ein Abschluss möglich sein.


  • Gut zu wissen:
    Auch bei der Alte Leipziger kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Psychotherapie abgeschlossen werden – sofern diese erfolgreich beendet wurde. Während einer laufenden Therapie ist kein Abschluss einer BU möglich.
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Muss ich eine geplante Therapie im BU-Antrag angeben?
Um ein vollständiges Bild Ihrer Gesundheitssituation zu erhalten, fragen Versicherer im Rahmen der Gesundheitsprüfung der BU auch geplante Psychotherapien ab. Nur so kann das Risiko einer Berufsunfähigkeit richtig eingeschätzt werden.
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Was passiert, wenn ich nach Vertragsabschluss eine Therapie beginne?
Für den Versicherer ist Ihr Gesundheitszustand zum Zeitpunkt der Antragstellung entscheidend. Darauf basieren die Bedingungen Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung. Genau wie Erkrankungen oder Unfälle beeinflussen auch begonnene Therapien nach Vertragsabschluss Ihren BU-Schutz nicht.

Therapie beim Psychiater, Psychologen oder Psychotherapeuten: Wie beeinflusst das die BU?

Die Art der Therapie kann unterschiedliche Auswirkungen auf die Bewertung im Rahmen einer Berufsunfähigkeitsversicherung haben. Jeder dieser Fachbereiche behandelt psychische Erkrankungen auf eine etwas andere Weise, was von Versicherern bei der Risikoprüfung berücksichtigt werden kann.

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Psychologen
Psychologen bieten in der Regel Therapien an, die auf Gesprächen basieren. Eine Behandlung durch einen Psychologen könnte als Indikator für eine weniger akute psychische Erkrankung angesehen werden, die ohne Medikamente behandelt werden kann.
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Psychotherapeuten
Psychotherapeuten konzentrieren sich oft auf spezifische Therapieformen wie Verhaltenstherapie oder tiefenpsychologische Ansätze. Eine Therapie bei einem Psychotherapeuten kann je nach Art und Schwere der Behandlung unterschiedlich bewertet werden.
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Psychiater
Da Psychiater Mediziner sind, haben sie die Möglichkeit, Medikamente zu verschreiben. Eine Behandlung durch einen Psychiater könnte darauf hindeuten, dass eine schwerwiegendere psychische Erkrankung vorliegt, die möglicherweise medikamentös behandelt werden muss. Diese Medikamente können jedoch auch vom Hausarzt verschrieben werden.

Es ist jedoch wichtig, dass Versicherer jeden Fall individuell betrachten. Die Art des Therapeuten allein bestimmt nicht die Versicherbarkeit oder die Bedingungen der BU. Vielmehr wird die Gesamtheit der Informationen – Art der psychischen Erkrankung, Schweregrad, Dauer der Behandlung, bisheriger Verlauf und Stabilität des Zustandes – in die Bewertung einbezogen.

Trotz psychischer Vorerkrankungen eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen – Ihre Möglichkeiten

Zwischen einer normalen Annahme und einer Ablehnung eines BU-Antrags gibt es mehrere Szenarien, die eine Berufsunfähigkeitsversicherung auch mit psychischer Vorerkrankung möglich machen: Rückstellungen für eine bestimmte Zeit und Risikozuschläge.


  • Gut zu wissen:
    Bei der Alte Leipziger werden diese Möglichkeiten auch in folgenden Fällen individuell bei Antragstellung geprüft:
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  • Angst- & Zwangsstörungen
  • Depressionen
  • Psychotische Störung
  • Psychosomatische Störung
  • Stress- & Erschöpfungszustand, sofern vom Arzt diagnostiziert
  • Psychotherapie, sofern sie als abgeschlossen gilt
  • Suizidversuch

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Rückstellung in der BU
Kann der Versicherer das Risiko einer Berufsunfähigkeit aufgrund laufender Behandlungen, wie beispielsweise einer Psychotherapie, nicht sicher einschätzen, gibt es die Möglichkeit, die Entscheidung für einen bestimmten Zeitraum zurückzustellen. Die Dauer einer Rückstellung kann variieren und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem spezifischen Gesundheitszustand des Antragstellers und der Art der Behandlung. Nach Ablauf der Rückstellungsperiode wird der Antrag erneut geprüft und es wird eine endgültige Entscheidung getroffen, ob trotz der psychischen Vorerkrankung eine BU abgeschlossen werden kann.
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BU mit Risikozuschlag 
Wenn aufgrund von psychischen Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko für eine Berufsunfähigkeit besteht, kann der Versicherer entscheiden, den Versicherungsschutz mit einem Risikozuschlag anzubieten. Das bedeutet, dass der Beitrag für die Versicherung höher ausfällt als für Personen ohne entsprechende Risikofaktoren. Die genaue Beitragshöhe hängt von individuellen Faktoren ab. Wer den Risikozuschlag für die Berufsunfähigkeitsversicherung in Kauf nimmt, kann sich trotz psychischer Erkrankung auf einen vollumfänglichen Schutz im Fall einer Berufsunfähigkeit verlassen.

BU wegen psychischer Vorerkrankung abgelehnt – was nun?

Wenn Ihr Antrag für eine Berufsunfähigkeitsversicherung aufgrund einer psychischen Vorerkrankung abgelehnt wurde, kann die Grundfähigkeitsversicherung eine sinnvolle Alternative sein. Die Versicherung bietet Schutz, falls Sie grundlegende Fähigkeiten wie Sehen, Hören, Sprechen oder die Nutzung Ihrer Arme und Hände verlieren. In manchen Fällen kann sie leichter abzuschließen sein als eine BU, insbesondere bei bestimmten psychischen Vorerkrankungen.

Besonders bei Diagnosen wie psychosomatischen Störungen, Depressionen, stress- und erschöpfungsbedingten Zuständen oder Burnout-Syndrom bietet die Grundfähigkeitsversicherung bessere Chancen auf einen Abschluss. Während einige dieser Zustände, insbesondere ein bestehendes Burnout-Syndrom, bei einer BU häufig zu einer Ablehnung führen, sind sie bei einer Grundfähigkeitsversicherung oft weniger ausschlaggebend.


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