Oberursel/Stuttgart, den 12. Juni 2008
Bilanzpressekonferenz 2008 ALTE LEIPZIGER - HALLESCHE: Gut behauptet in schwierigem Umfeld
Der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Stertenbrink zeigte sich bei der Bilanzpressekonferenz des Verbundes ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE „sehr zufrieden, dass sich die Unternehmen bei einem Gesamtumsatz von 2,8 Mrd. € in einem schwierigen Umfeld gut behauptet haben“.
ALTE LEIPZIGER Leben: Deutlich gestiegener Rohüberschuss
Bei der ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit wurde der Rohüberschuss nach Steuern und vor Direktgutschrift insbesondere durch ein besseres Kapitalanlageergebnis und niedrigere Kosten erheblich verbessert. Er erhöhte sich um 15,6 % auf 376 Mio. €. Davon wurde der wesentliche Anteil (253 Mio. €) der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) zugeführt, in die Direktgutschrift für die Kunden flossen 86 Mio. €. Das Eigenkapital wurde um 38 Mio. € auf 346 Mio. € gesteigert. Die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft konnte durch die guten Ergebnisse des Geschäftsjahres 2007 um insgesamt 55 Mio. € auf nahezu 1,8 Mrd. € erhöht werden.
Steigerung der laufenden Beiträge – Verzicht auf unrentables Geschäft
Der Umsatz zeigte eine gegenläufige Entwicklung bei laufenden Beiträgen und Einmalbeiträgen: Bei den laufenden Beiträgen hat sich das Unternehmen besser als der Branchendurchschnitt entwickelt. Die laufenden Neugeschäftsbeiträge erhöhten sich um 6,1 %, während sie im Markt um 1,7 % sanken. Die gebuchten laufenden Beiträge stiegen um 2,1 %, gegenüber 0,3 % in der Branche. Das Neugeschäft gegen Einmalbeitrag ging um 30,1 % zurück. Am Einkauf von Einmalbeitragsgeschäft zu für die ALTE LEIPZIGER unrentablen Konditionen hat sich das Unternehmen nicht beteiligt. Die gebuchten Bruttobeiträge insgesamt verringerten sich infolge der Einmalbeitragsentwicklung um 4,0 % auf 1.253 Mio. €.
Kostenquote deutlich gesunken
Die Verwaltungskostenquote ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. Durch gezielte Kostensenkungsmaßnahmen konnte sie 2007 um 0,2 Prozentpunkte auf 3,5 % gesenkt werden. Die Abschlusskostenquote blieb mit 4,9 % gegenüber dem Vorjahr konstant.
Überdurchschnittliche Nettoverzinsung – Von Subprime-Krise nicht betroffen
Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen verbesserte sich von 4,7 % auf 4,9 %. Gestiegene Aktienfondsgewinne und -ausschüttungen, höhere Zinsen und eine positive Entwicklung der Immobilien führten zu dieser Verbesserung. Die Quote der Dividendenanlagen (in Marktwerten) liegt derzeit bei gut 10 %. Die weltweite Finanzmarktkrise hat bei der ALTE LEIPZIGER Leben und den anderen Verbundgesellschaften keine Spuren im Kapitalanlageergebnis hinterlassen. Im Kapitalanlagebestand befanden sich zu keinem Zeitpunkt Anlagen in direkter oder indirekter Form, die mit amerikanischen Immobilienkrediten oder deren Verbriefungen besichert sind.
HALLESCHE: Wachstum deutlich stärker als PKV-Branche
Die HALLESCHE Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit wächst in der Vollversicherung bereits seit 14 Jahren in Folge stärker als die PKV-Branche. Die Zahl der Vollversicherten hat sich 2007 gegenüber dem Vorjahr um 2,4 % bzw. 5.070 auf insgesamt 214.146 Personen erhöht. Das Wachstum der Branche wird mit 0,7 % angegeben. Der Marktanteil der HALLESCHE in der Vollversicherung stieg auf 2,51 %.
Beitragseinnahmen und Neugeschäft gesteigert
Ebenfalls positiv entwickelte sich der Beitragsverlauf. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen um 3,3 % und beliefen sich 2007 auf 876 Mio. €. Zwei Drittel dieses Beitragswachstums resultierten aus echtem Neugeschäft und nicht aus Beitragsanpassungen. Das Neugeschäft nahm um 12,1 % zu.
Die Verwaltungskostenquote verringerte sich von 3,2 % auf 2,9 %. Die Abschlusskostenquote erhöhte sich aufgrund des gestiegenen Neugeschäfts von 9,0 % auf 9,6 %.
Versicherte profitieren von erfolgreicher Geschäftspolitik
Die Versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote lag mit 12,2 % deutlich über dem Markt (10,1 %). Dies ist ein Resultat der erfolgreichen Geschäftspolitik der HALLESCHE.
Im Geschäftsjahr 2007 betrug der Überschuss nach Steuern 112 Mio. € (2006: 118 Mio. €). Hiervon wurden 97 Mio. € der erfolgsabhängigen RfB zugeführt. Insgesamt flossen rund 90 % des gesamten Überschusses unmittelbar an die Versicherten – inklusive Zinsüberschüsse und Überschüsse aus der Pflegepflichtversicherung. Die Mittel werden verwendet, um Beiträge für ältere Versicherte zu senken, Mehrbelastungen bei Beitragsanpassungen zu mildern oder zu vermeiden und Beitragsrückerstattungen bei Leistungsfreiheit zu gewähren. Das Eigenkapital wurde um 15 Mio. € auf 148 Mio. € verstärkt.
ALTE LEIPZIGER Sach: Deutliches Prämienwachstum
Die ALTE LEIPZIGER Versicherung AG war 2007 durch leistungsstarke Produkte, einen anerkannt guten Service und ein professionelles Schadenmanagement erfolgreich. Ihre Beitragseinnahmen stiegen deutlich, entgegen der rückläufigen Beitragsentwicklung der Schadenversicherungsbranche, um 4,6 % auf 353 Mio. €. „Der Gesundungsprozess, der in den vergangenen Jahren durch Restrukturierungen gekennzeichnet war, ist gelungen“, unterstrich Wolfgang Stertenbrink. Der Jahresüberschuss nach Steuern beträgt 1,3 Mio. €.
RECHTSSCHUTZ UNION: Erfolgreich in ALTE LEIPZIGER Sach integriert
Die Beitragseinnahmen der RECHTSSCHUTZ UNION Versicherungs-AG stiegen um 4,0 % auf 74 Mio. €. Rückwirkend zum 1. Januar 2008 haben die RECHTSSCHUTZ UNION und die ALTE LEIPZIGER Versicherung AG fusioniert, um die Wettbewerbsfähigkeit der Rechtsschutzsparte langfristig zu stärken.
Gutes Geschäftsjahr für Fonds und Baufinanzierung
Trotz eines schwierigen Börsenumfelds stieg der Mittelzufluss der sechs Publikumsfonds der ALTE LEIPZIGER Trust Investment-GmbH im Vergleich zu 2006 um 28,5 %. Das zum Jahresende 2007 insgesamt verwaltete Vermögen erhöhte sich damit um 5,9 % auf 2,4 Mrd. €.
Die Spar- und Tilgungszahlungen der ALTE LEIPZIGER Bauspar AG wuchsen um 3,9 % auf 158 Mio. €. Im Baufinanzierungsgeschäft wurde das sehr gute Vorjahresergebnis mit 157 Mio. € an Kreditzusagen (+ 1,3 %) noch einmal leicht übertroffen.
Die ALTE LEIPZIGER Holding AG schüttete an die ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung und an die HALLESCHE Krankenversicherung für 2007 eine erhöhte Dividende von insgesamt 3,7 Mio. € (2006: 3,2 Mio. €) aus.
Ausblick 2008
Die ALTE LEIPZIGER Leben rechnet aufgrund der anerkannten Qualität ihrer fondsgebundenen Lebensversicherungsprodukte, der Tarife für die Betriebliche Altersversorgung und der Berufsunfähigkeitsversicherung mit einem steigenden Neugeschäft. Die Überschussbeteiligung der Berufsunfähigkeitstarife wird zum 1. Juli 2008 je nach Berufsgruppe zum Teil um mehr als 10 Prozentpunkte des Bruttobeitrags angehoben.
Die ALfonds-Produktpalette mit fondsgebundenen Rentenversicherungen wird weiter komplettiert: Im laufenden Geschäftsjahr werden neue fondsgebundene Tarife (Riester- und bAV-Produkte) eingeführt, um zusätzliche Wachstumschancen wahrzunehmen. Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen werden 2008 voraussichtlich um 2 % steigen.
Die HALLESCHE erwartet auch 2008 aufgrund der hohen Attraktivität ihrer Produkte in der Voll- und Zusatzversicherung Impulse für das Neugeschäft. Wegen der neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen wird dieses aber vermutlich geringer ausfallen als 2007.
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